Das Schierlinger Schloss am Südufer der Großen Laber ging aus einer mittelalterlichen Niederungsburg hervor, die vermutlich bereits 1233 bestand. Der dreigeschossige Halbwalmdachbau mit Kapelle ist im Kern mittelalterlich und gehörte seit 1680 den Straubinger Jesuiten, die es im Laufe des 18. Jahrhunderts in seine heutige Gestalt umbauten. Nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 war das Schloss bis zur Säkularisation im Besitz des Malteser- beziehungsweise Johanniter-Ritter-Ordens. 1815 kam das Anwesen zunächst an den bayerischen Minister Maximilian Joseph Graf Montgelas und im Jahr darauf in private Hände. Das akut vom Verfall bedrohte Schloss wurde bereits anfangs des 19. Jahrhunderts als teilweise verfallen und unbewohnbar bezeichnet. Bis 1886 wurde es unter anderem auch als Brauerei genutzt. Das Schlossareal ist baukulturell und historisch höchst bedeutend für den Markt Schierling.
| Denkmalnummer | D-3-75-196-18 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Markt Schierling |
| Adresse |
Schierling Schloßstraße 3 |
| Datierung | 13. / 18. Jh. |
| Funktion | Schloss |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Nicht öffentlich |