Der ehemalige Fuchsstadel (im Volksmund Fischer-, Stehr- oder Wallnerstadel genannt) wurde 1851 oder kurz danach neu erbaut, nachdem das etwas weiter nördlich gelegene Vorgängergebäude durch einen Brand zerstört worden war. Der traufständige, aus Bruchsteinen errichtete mächtige Satteldachbau mit backsteingerahmten Belüftungsöffnungen gehörte einst zum „Bräuanwesen“ der Familie Fuchs (alte Haus-Nr. 63), auf dem neben einer Gast- und Landwirtschaft auch eine Brauerei und eine Brennerei betrieben wurden. Nach einer späteren Nutzung als Landhandel-Lagerhaus und anschließendem längerem Leerstand wurde der Stadel von 2022 bis 2025 saniert und zu einem Mehrfamilien-Wohnhaus umgebaut.
Dem ortsbildprägenden Gebäude kommt eine wichtige kulturhistorische Bedeutung zu: Es dokumentiert das Selbstbewusstsein und die Wirtschaftskraft einer angesehenen Wirts- und Brauerfamilie in der fruchtbaren Donauebene des 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus zeigt es Chancen und Möglichkeiten auf, denkmalgeschützte Ökonomiegebäude einer neuen Nutzung zuzuführen und an die Gegebenheiten der Zeit anzupassen.
| Denkmalnummer | D-3-75-183-8 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Gemeinde Pfatter |
| Adresse |
Pfatter Wallnerstraße 11 |
| Datierung | 1850/51 |
| Funktion | Stadel, Scheune |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Nicht öffentlich |