Im Osten von Donaustauf befindet sich an einem Südhang parallel zum Donauufer der Fürstengarten. Er gehörte einst zur Sommerresidenz der Fürsten von Thurn und Taxis. Im Zusammenhang mit der Einweihung der Walhalla wurde die Schlossanlage vergrößert und repräsentativ ausgestattet, beim Marktbrand von 1880 aber weitgehend zerstört. Die Gemeinde kam 1934 in den Besitz des Gartens und ließ ihn in den 1950er Jahren zum „Volkspark“ umgestalten. Der hier befindliche Chinesische Turm entstand in seiner heutigen Form 1842, hatte aber bereits Vorläufer. Er ist ein Zeugnis der seit dem 18. Jahrhundert beliebten Chinamode. Eine Anregung dafür könnte der 1790 im Englischen Garten in München erbaute Chinesische Turm gegeben haben. Die achteckige, zweistöckige Holzpagode mit ausladendem Dach und Laterne diente der Fürstenfamilie als Tee- und Musikpavillon. Im Erdgeschoss befand sich eine Voliere. Die Dekorationsmalerei mit Drachen und dem chinesischen Schriftzeichen „Shou“ symbolisiert Glück, Kraft, Wohlstand und ein langes Leben.
| Denkmalnummer | D-3-75-130-34 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Markt Donaustauf |
| Adresse |
Donaustauf Nähe Wörther Straße |
| Datierung | 1842 (Turm) |
| Funktion | Schlosspark, Landschaftsgarten |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Öffentlich |