Östlich von Donaustauf thront auf dem Gipfel des Bräubergs die Walhalla. An einem steilen Südhang und rund 70 Meter über der Donau gelegen, bietet sich von ihr aus ein beeindruckender Fernblick – zugleich ist sie aus der Donauebene schon von weitem zu sehen. Der klassizistische Ringhallentempel steht auf einem Stufenunterbau über einer monumentalen Treppenanlage. Er wurde innerhalb von zwölf Jahren nach Plänen von Leo von Klenze errichtet und am 18. Oktober 1842 eingeweiht. Auftraggeber war der bayerische König Ludwig I. Er wollte mit dem „Ruhmestempel der Deutschen“ die Idee einer nationalen Einheit der Deutschen bestärken, indem er hier vorbildliche Persönlichkeiten aus dem deutschen Sprachkreis zu Ehren kommen ließ. Rund 130 Büsten und zahlreiche Gedenktafeln erinnern im Innern des Baus an verdienstvolle Regenten, Feldherren, Politiker, Wissenschaftler, Musiker, Literaten und Künstler. Das Nationaldenkmal erhielt seinen Namen in Anlehnung an das gleichnamige Paradies der tapferen Krieger in der germanischen Mythologie und wurde in eine planvoll ausgewählte und bewusst geformte Region eingebettet: Die klassizistische Walhalla, umgeben von Eichenhainen, verkörpert zusammen mit der neugotischen Wallfahrtskirche St. Salvator, der mittelalterlichen Burgruine Donaustauf mit Bürgersiedlung, den Türmen von Regensburg und der Donau, dem mythischen „Nibelungenstrom“, die Idee einer „deutschen Landschaft“, in der Architektur- und Naturbild, Geschichte und Dichtung zusammenwirken.
| Denkmalnummer | D-3-75-130-31 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Markt Donaustauf |
| Adresse |
Donaustauf Walhallastraße 41 / Walhallastraße 50 |
| Datierung | 1842 |
| Funktion | Nationaldenkmal |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Öffentlich |
| Erbauer | Leo von Klenze (Architekt) |