Die Wallfahrtskirche St. Salvator, zu der eine Treppenanlage von der Walhallastraße emporführt, liegt auf einem westlichen Ausläufer des Donaustaufer Bräubergs. Der Saalbau wurde im Kern noch vor 1400 errichtet, ab 1606 vergrößert, 1745 barockisiert und 1843/44 durch den Architekten Leo von Klenze im neuromanischen Stil mit Zinnenkränzen, Spitzturm, Rundbogenfenstern und -lisenen umgestaltet. Damit sollte sich der Bau, der aufgrund seiner Lage weithin sichtbar ist, als romantisches, pseudo-mittelalterliches Element in die Denkmallandschaft rund um die Walhalla einfügen. Der Überlieferung zufolge wurden hier, in einem einstigen Weinberg, geweihte Hostien entdeckt, die zuvor aus der Sulzbacher Kirche gestohlen worden waren. Der Fundort, ein Fels, steht im Zentrum des Baus. Die achtteilige Bilderreihe über die Wallfahrtslegende, gemalt um 1610, schmückt die Langhauswände und ist ein kulturgeschichtliches Highlight. Berühmt wurde St. Salvator aber aufgrund seiner kunstvollen gotischen Wandmalereien mit Szenen aus dem Leben Christi, die ein oberitalienischer Meister um das Jahr 1400 hier schuf.
| Denkmalnummer | D-3-75-130-29 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Markt Donaustauf |
| Adresse |
Donaustauf Walhallastraße 10 |
| Datierung | Vor 1400 (im Kern) |
| Funktion | Saalkirche |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Nicht öffentlich |