Die Ruine der einstigen Festung Donaustauf thront auf einem Bergsporn über dem gleichnamigen Markt und etwa 100 Meter über dem Donautal. Aufgrund der exponierten Lage mit weitem Fernblick und umgeben von Steilhängen, diente der Berg bereits in der Keltenzeit als Herrschaftssitz. Ab dem 10. Jahrhundert errichteten die Regensburger Bischöfe hier auf alten Mauerresten ihre Nebenresidenz, die auch als wehrhafter Zufluchtsort diente. Um zur Kernburg mit dem Palas zu gelangen, musste man fünf stark befestigte Toranlagen passieren. Im Obergeschoss eines quadratischen Torturms haben sich kunsthistorisch höchst bedeutende Teile der Burgkapelle (halbrunde Wandnischen, Säulen mit Würfelkapitellen) aus der Zeit um 1060 erhalten. Die Festung wechselte später häufig den Besitzer und verfiel nach der Zerstörung durch die Schweden im Jahr 1634. Im 19. Jahrhundert pflegte das Fürstenhaus Thurn und Taxis die romantische Schönheit der Ruine, um sie in die Denkmallandschaft der Walhalla einzubinden.
| Denkmalnummer | D-3-75-130-8 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Markt Donaustauf |
| Adresse |
Donaustauf Kantstraße 5;Nähe Taxisstraße;Schloßberg |
| Datierung | 11. Jh. (im Kern) |
| Funktion | Burg der Bischöfe von Regensburg |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Öffentlich |