Die zum ehemaligen Oratorianer-Stift gehörende Wallfahrtskirche Maria Schnee, errichtet von 1736 bis 1746, zählt zu den Hauptwerken des aus Burglengenfeld stammenden Baumeisters Johann Michael Fischer. Der Kirchenbau steht in Nordausrichtung auf einem bis zu 45 Meter aus der weiten Ebene herausgehobenen Höhenrücken und wirkt aufgrund seiner Höhe und seines Volumens landschaftsbeherrschend. Der Zentralbau mit Nordturm und bewegter Fassade mit Plastergliederung gilt als einer der bedeutendsten Kirchenbauten des bayerischen Spätbarocks. Die Innenausstattung hält einige Überraschungen bereit, darunter das Bild der Muttergottes in der Halle von Jörg Breu d.Ä., eines der Hauptwerke der süddeutschen Renaissancemalerei, das einzige noch existierende Exemplar der Totenmaske des hl. Filippo Neri oder eine Filippo-Neri-Büste von Alessandro Algardi in Rom, der einer der großen Konkurrenten des Bildhauers Gianlorenzo Bernini war.
| Denkmalnummer | D-3-75-115-2 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Gemeinde Aufhausen |
| Adresse |
Aufhausen Hofmark 2 |
| Datierung | 1736-1746 |
| Funktion | Zentralbau, Nebenkirche, Klosterkirche, Wallfahrtskirche |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Öffentlich |
| Erbauer | Johann Michael Fischer (Baumeister) |