Ortskern Donaustauf mit Walhalla-Landschaft

Die Gegend um Donaustauf wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch König Ludwig I. von Bayern (1786-1868) zu einer romantischen Denkmallandschaft umgestaltet, deren Einmaligkeitscharakter aus der Verbindung einer historisch gewachsenen Struktur und eines geschichtsbewussten Willensaktes erwächst. Zu ihr gehören der klassizistische Bau der Walhalla als Ruhmestempel bedeutender deutscher Persönlichkeiten, die Burgruine Donaustauf als Zeichen deutschen Rittertums mit der Bürger- und Bauernsiedlung zu ihren Füßen, die Salvatorkirche als mittelalterliche Wallfahrtsstätte, der Fernblick auf die ehemalige Reichsstadt Regensburg als Herrschaftssitz der Bayernherzöge, der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und des Immerwährenden Reichstags, sowie die Einbettung dieser Stätten in die zeitlose mystische Flusslandschaft der Donau, dem Strom der Nibelungen und Verbindungsachse vieler Völker. Im Zusammenwirken von Landschaft, Geschichte, Architektur und Ausstattungskunst kommt hier die Idee von einem Idealbild der deutschen Nation zum Ausdruck, die bezeichnend für die Epoche König Ludwigs I. ist. Die Hauptrolle bei der Umsetzung dieser Idee spielte der königliche Hofarchitekt Leo von Klenze (1784-1864).

Denkmalnummer E-3-75-130-1
Denkmalatlas ↗
Lage Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Markt Donaustauf
Adresse
Gemarkung kein boden Donaustauf;Sulzbach a.d.Donau
Datierung 1. Hälfte 19. Jh.
Denkmalart Bauensemble