Die Burgruine Heilsberg befindet sich auf einem steil abfallenden Hügelsporn rund 60 Meter über dem Höllbach- bzw. Wiesenttal nahe Wiesent. Von dem ehemaligen Rittersitz sind heute nur noch der Stumpf des viereckigen Bergfrieds aus Gussmauerwerk mit einer Verkleidung aus Granit-Buckelquadern, der Rest eines Mauerzugs mit Rundbogen aus Granitbruchstein, und ein System von Wällen und Gräben vorhanden. Der Bergfried diente der Verteidigung und Überwachung und hat eine Seitenlänge von 7,5 Metern und eine Mauerdicke von bis zu 2,5 Meter. Südlich von ihm befand sich der ovale, von einer Ringmauer umschlossene Innenhof mit Wohngebäude und Kapelle. Bis auf einzelne Buckelquader ist heute alles unter Bäumen und Waldboden verschwunden. Der südliche Torbogen war vermutlich ein Kellerzugang. Die Burg wurde wahrscheinlich im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts errichtet. Die Heilsberger waren für die Regensburger Bischöfe tätig und überwachten von hier aus die Straße durch das Höllbachtal. Im 16. Jahrhundert hat man die Burg verfallen lassen, nachdem die Herrschaft nach Wiesent umgezogen war.
| Denkmalnummer | D-3-75-209-13 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Gemeinde Wiesent |
| Adresse |
Heilsberg Heilsberger Schloß |
| Datierung | 12. Jh. |
| Funktion | Höhenburg, Ministerialenburg, Burgruine |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Öffentlich |