Lindenkapelle

Wiesent

Im Westen von Wiesent liegt an der Gabelung der Straßen nach Kruckenberg und Ettersdorf die katholische Nebenkirche Mariä Heimsuchung. Da sie bis in die 1950er Jahre inmitten von Feldern stand und von Linden umgeben war, hat sich für sie bis heute die Bezeichnung „Lindenkapelle“ erhalten. Der giebelständige Saalbau hat eine eingezogene Apsis, einen Giebeldachreiter mit Zwiebelhaube, Putzgliederungen und Schindeldachung. Der Überlieferung zufolge soll er 1831/32 durch einen vom damaligen Besitzer der Neumühle aufgrund eines wundersamen Traumes finanzierten östlichen Anbau an eine schon bestehende Feldkapelle entstanden sein. In der Uraufnahme von 1816 ist jedoch an dieser Stelle noch kein Gebäude eingetragen. Die Kapelle wurde jedenfalls zu einem beliebten Andachtsort. Einige Votivtafeln im Innern bezeugen sogar stattgefundene Gebetserhörungen. In der Zeit um 1900 hat man sie im neugotischen Stil renoviert und neu ausgestattet.

Denkmalnummer D-3-75-209-5
Denkmalatlas ↗
Lage Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Gemeinde Wiesent
Adresse
Wiesent
Regensburger Straße 16
Datierung 1831/32
Funktion Nebenkirche, Saalkirche
Denkmalart Baudenkmal
Zugänglichkeit Öffentlich