Das Wegkreuz steht am Fuß des Zimmerfelsens am Nordrand von Stadel und markiert die Abzweigung eines Altweges nach Schneitweg und Karlstein. Es ist aus Sandstein gearbeitet und zeigt den im Leid versunkenen Christus mit vier Nägeln ans Kreuz geschlagen. Am Sockel sieht man zwei Greife, die das bekrönte Familienwappen der Schneidt halten; darüber, auf dem Kreuzfuß, steht die Jahreszahl 1773.Der Stifter Joseph von Scheidt erwarb 1764 das Gut Ramspau und danach die umliegenden Hofmarken Karlstein mit Glapfenberg und Wolfersdorf, Hirschling und Stadel. Man darf daher dieses Marterl nicht nur als Zeichen der Frömmigkeit, sondern auch als einen hoheitlicher Akt der Inbesitznahme deuten. Aufgrund der qualitätvollen Arbeit könnte es sich hier um ein Werk des Regensburger Hofbildhauers Simon Sorg handeln, der häufiger für Schneidt tätig war.
Hinweis: Bei dem vorstehenden Text handelt es sich um eine noch nicht lektorierte erste Arbeitsfassung. Für inhaltliche Ergänzungen und Richtigstellungen sind wir sehr dankbar (→ MITMACHEN).
| Denkmalnummer | D-3-75-190-60 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Markt Regenstauf |
| Adresse |
Stadel Zimmerfels |
| Datierung | 1773 |
| Funktion | Wegkreuz |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Öffentlich |