Gegenüber dem Dorfwirtshaus von Heilinghausen kann man auf der anderen Straßenseite hinter hohen Sträuchern noch die Silhouette eines Wohnstallhauses erkennen. Der eingeschossige und giebelständige Halbwalmdachbau wurde im 18. Jahrhundert über älterem Kern aus Bruchstein errichtet. Dieses halbverfallene Anwesen erinnert an einen schrecklichen Hexenprozess, der 1686 vor dem Regenstaufer Richter im ehemaligen Fürstentums Pfalz-Neuburg stattfand. Damals wohnte hier Anna Maria Bayerin, eine 40jährige Müllerin, die diesen Besitz von ihrem Vater geerbt hatte. Sie war in Heilkunde erfahren und half den Dorfbewohnern oft mit ihren Kräutertinkturen bei Verletzungen und Krankheiten. Missgünstige Leute beschuldigten sie jedoch der Hexerei. In den Verhörprotokollen beteuerte sie ihre Unschuld, aber unter der Folter musste sie "gestehen" und wurde zum Tod durch Verbrennen verurteilt.
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| Denkmalnummer | D-3-75-190-34 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Markt Regenstauf |
| Adresse |
Heilinghausen Alte Regenstraße 6 |
| Datierung | 18. Jh. |
| Funktion | Wohnstallhaus |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Nicht öffentlich |