Ehem. Pestkapelle St. Sebastian

Regenstauf

Als 1713 in Regensburg die Pest wütete, gelobten die Regenstaufer Bürger den Bau einer Kapelle zu Ehren des hl. Sebastian, damit ihr Ort von der Seuche verschont bliebe, und errichteten sie auf freiem Feld südlich vom Markt. Heute ist das prägnante Denkmal an der verkehrsreichen Ausfallstraße ein attraktiver Blickfang in der sonst überwiegend monotonen Bebauung. Der spätbarocke Saalbau mit abgewalmtem Satteldach, Schweifgiebel, Dachreiter mit Zwiebelhaube und Putzgliederungen war gleichzeitig Andachtsstätte für den ab 1814 angelegten Friedhof und bildet den nordöstlichen Eckpunkt der Ummauerung. Die Funktion der Leichenhalle übernahm 1904 ein eingeschossiger Walmdachbau mit Mittelarkaden im Rundbogenstil am Südrand des Gräberfelds. 1926 ließ man die Sebastianskapelle zur Kriegergedächtniskapelle ausgestalten, um damit die vielen Gefallenen zu würdigen.


Hinweis: Bei dem vorstehenden Text handelt es sich um eine noch nicht lektorierte erste Arbeitsfassung. Für inhaltliche Ergänzungen und Richtigstellungen sind wir sehr dankbar (→ MITMACHEN).

Denkmalnummer D-3-75-190-19
Denkmalatlas ↗
Lage Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Markt Regenstauf
Adresse
Regenstauf
Regensburger Straße 28
Datierung 1713/14
Funktion Pestkapelle, Kriegerdenkmal
Denkmalart Baudenkmal
Zugänglichkeit Öffentlich