Ehem. Benediktinerabtei Mariä Himmelfahrt

Frauenzell

Die einstige Benediktinerabtei Mariä Himmelfahrt Frauenzell liegt an einem leichten Südhang inmitten der gleichnamigen Ortschaft. Sie entstand aus einer nahegelegen Einsiedelei; Graf Reimar IV. von Brennberg (+1326) stiftete die nötigen Mittel zur Gründung der klösterlichen Gemeinschaft. Die ehemalige Kloster- und jetzige Pfarrkirche, ein ab 1731 errichteter Zentralbau mit konvexer Fassade, besitzt eine sehenswerte Rokokoausstattung. An die Kirche schließen sich nördlich ein Turm vom gotischen Vorgängerbau sowie die ehemaligen Konventgebäude an. Diese dreigeschossige Vierflügelanlage mit Mansardwalmdächern, gewölbter Toreinfahrt und prächtigem Westportal wurde im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts über mittelalterlichen Mauern neu errichtet. Westlich grenzt ein zweigeschossiger Flügelbau an den Komplex; östlich erstreckt sich ein weitläufiger, von einer barocken Bruchsteinmauer umgrenzter Garten mit Stadel und Brunnen. An der Südseite der Kirche steht das ehemalige Klosterrichterhaus, ein zweigeschossiger Satteldachbau mit Runderker, der 1729 erbaut wurde. Die heutige Anlage erinnert an die Blütezeit der Abtei im 18. Jahrhundert und ist ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Ihr Gotteshaus zählt zu den schönsten Kirchenbauten des Spätbarock in Altbayern und wird aufgrund seiner harmonischen und farbenfrohen Raumgestaltung oft als „die Wieskirche des Bayerischen Waldes“ bezeichnet.

Denkmalnummer D-3-75-120-21
Denkmalatlas ↗
Lage Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Gemeinde Brennberg
Adresse
Frauenzell
Frauenzell 7
Funktion Kath. Pfarrkirche / neues Kulturzentrum
Denkmalart Baudenkmal
Zugänglichkeit Nicht öffentlich