Die Burgruine Brennberg liegt auf einem über 650 Meter hohen Berg, der das Umland weit überragt und den Markt Brennberg auf der Nordostseite begrenzt. Steile Hänge an drei Seiten und ein breiter Graben im Norden schützten einst die von einer Ringmauer umgebene Festung. Sie war unter anderem die Heimat des berühmten Minnesängers Ritter Reimar II. von Brennberg († um 1270). Die heutige Anlage entstand im 14. Jahrhundert durch die Zweiteilung einer älteren Burg, deren Buckelquader noch in einzelnen Bauten zu sehen sind. Die Wohnbereiche von Oberbrennberg im Nordwesten und Unterbrennberg im Südosten verband ein Hof. Am meisten blieb von der „Veste“ Oberbrennberg erhalten: der mehreckige Rumpf des Auerturms, daneben der U-förmige „Münchstein“ mit Ziehbrunnen, davor Turmfundamente, östlich anschließend ein großes Schlossgebäude aus der Barockzeit, an dessen Stelle wohl einst der gotische Palas stand. An die Burgkapelle St. Georg erinnern nur noch einige Steine südlich vom Burgkreuz. Der Wartturm ganz im Osten gehörte zu Schloss Nieder- oder Unterbrennberg. 1980 hat man auf dem sanierten Unterbau einen Aussichtsturm aus Holz errichtet. Von ihm aus bietet sich bei schönem Wetter ein faszinierender Ausblick über den Vorwald in die Donauebene bis hin zu den Alpen.
| Denkmalnummer | D-3-75-120-1 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Gemeinde Brennberg |
| Adresse |
Brennberg Nähe Staufferweg |
| Datierung | 2. Hälfte 12. Jh. (im Kern) |
| Funktion | Burgruine, Lehensburg |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Öffentlich |