Das Anwesen liegt auf einem südlichen Ausläufer des Schlossberges, an dem sich im Süden und Westen die sog. Kastenhäuser befanden, die unmittelbar der fürstlichen Gerichtsbarkeit und Steuerbehörde unterstanden. Zu dem ehemaligen Adelssitz gehörte ein herrschaftliches Bauerngut, der so genannte Sitzhof. Der turmähnliche, dreigeschossige Walmdachbau war früher höher und stammt im Kern aus dem 14. Jahrhundert. Es handelte sich einst um einen befestigten Wohnsitz. Noch um 1780 umgab ihn ein Wassergraben, über den eine Brücke führte. Da hier etwa ab Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1790 die Fronfeste, das herrschaftliche Gefängnis, untergebracht war, hieß das Haus im Volksmund „der Kobel“. Diesen Ausdruck, der „enges, schlechtes Haus“ bedeutete, verwendet man heute noch für Tiergehege („Schweinekobel“).
| Denkmalnummer | D-3-75-190-67 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Markt Regenstauf |
| Adresse |
Regenstauf Am Kobel 1 |
| Datierung | 14. Jh. (im Kern) |
| Funktion | Turmhaus |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Nicht öffentlich |