Die Nebenkirche St. Ägidius in Sankt Gilla bildete einst den nordöstlichen Eckbau eines in dieser Form ausgelöschten Hofguts. Heute steht der schlichte Saalbau mit flacher Decke, eingezogenem Chor und Dachreiter frei in der Mitte des kleinen Orts. Eine zum Gut gehörende Kapelle wird erstmals 1424/25 genannt. Das bestehende Sakralgebäude stammt jedoch vermutlich erst vom Ende des 17. Jahrhunderts. Es wurde wohl nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges errichtet und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rückwärts erweitert. Seit 1905 birgt es eine an der Außenwand des Chores eingelassene römische Inschriftentafel, welche erzählt, dass dieser Stein von Julia Captionia für ihren Gatten und die drei noch lebenden Söhne gesetzt wurde.
| Denkmalnummer | D-3-75-170-35 Denkmalatlas ↗ |
|---|---|
| Lage | Bezirk Oberpfalz | Landkreis Regensburg | Gemeinde Mintraching |
| Adresse |
Sankt Gilla Sankt Gilla 1 |
| Datierung | 17. Jh. |
| Funktion | Nebenkirche, Saalkirche |
| Denkmalart | Baudenkmal |
| Zugänglichkeit | Nicht öffentlich |