Glossar
Am Ende der Jungsteinzeit, ab etwa 2500 v. Chr., beginnt in Europa die “Glockenbecherkultur”. Der Name leitet sich von den typischen Keramikgefäßen ab, die - auf den Kopf gestellt - wie die uns bekannten Glocken aussehen. Weitere typische Funde dieser Kultur sind Pfeilspitzen, Kupferdolche, Vierbeingefäße und Armschutzplatten für Bogenschützen. Die Toten wurden in Hockerstellung mit Blick nach Osten bestattet, Männer in Nord-Süd-Richtung, Frauen in Süd-Nord-Richtung. Die Gräber wurden häufig in Stein- oder Holzgrabkammern angelegt, die manchmal von aufgeschütteten Grabhügeln überdeckt wurden. Je nach lokaler Entwicklung dieser Kultur gibt es regionale chronologische Unterschiede. Über ihre Siedlungen ist wenig bekannt.
Im Landkreis Regensburg wurden über 50 Gräber der Glockenbecherkultur ausgegraben.

