Bauernhaus

Wolkering

  • Zeittafel

    18. Jh. Erbauung

    19./20. Jh. Errichtung des westlichen Stalls

    Ende 19. Jh. Dacherneuerung

  • Beschreibung

    Hinweis: Bei dem nachfolgenden Text handelt es sich um eine noch nicht lektorierte erste Arbeitsfassung. Für inhaltliche Ergänzungen und Richtigstellungen sind wir sehr dankbar (→ MITMACHEN).

     

    Topografie

    Das Wohnstallhaus steht im westlichen Teil des südlichen Altorts und bildet bis heute ein stattliches Anwesen an der östlichen Schmiedgasse. In der Karte der Uraufnahme von 1816 besteht der Hofstättenblock aus drei Anwesen, alte Haus-Nr. 4, 5 und 25, von denen die hier zu Rede stehende Nr. 4 etwa die Hälfte des Areals beansprucht. Demnach handelte es sich um einen Zwiehof mit dem Wohnstallhaus im Norden und einem Stadel im Süden. Die westliche Begrenzung des Grundstücks bildet der von Süden kommende Bach, der am Alten Brühl entspringt und gleich danach in den Wolkeringer Mühlbach mündet.

     

    Geschichte und Beschreibung 

    Das Wohnstallhaus entstand im 18. Jahrhundert; es ist bereits in Uraufnahme 1816 eingetragen. Das Dach wurde wohl Ende des 19. Jahrhunderts erneuert. Das Haus steht seit Jahren leer, was sehr zu seinem schlechten baulichen Zustand beigetragen hat. Der zunehmende Verfall hat zu einer Offenlegung der Baukonstruktion geführt.

    Der zweigeschossige und giebelständige Satteldachbau stellt ein typisches Wohnstallhaus der Region mit einem Blockbau-Obergeschoss und Kniestock dar. Die Giebelseite zeigt die traditionelle Fenstergliederung 2:1 mit zwei Eckstubenfenstern und einem Küchenfenster bzw. einem Kammerfenster im Obergeschoss. Unter einem weiten Dachvorschuss ist die Traufseite mit einem Mittelflureingang in den Wohnteil rechts und dem Stallteil links geteilt. Im fünfachsigen Obergeschoss verläuft ein Traufschrot von der dem Hauseingang entsprechenden Schrottür nach rechts. Das Schrot ist in zwei Felder geteilt, gedrechselte und farbig bemalten Balustersäulen und geschweifte Front- und Seitenbretter gliedern und verzieren den balkonartigen Anbau. Während das Erdgeschoss möglicherweise aus der Versteinerung (Ausmauerung) eines Blockbaus hervorging, ist diese Bauweise im Obergeschoss erhalten. Der Giebel wurde im Zuge des Dachstuhlneubaus in Backstein ersetzt. Hier stehen zwei Fenster im unteren Dachgeschoss. 

    An der Westseite steht als eingeschossiger Massivbau mit verbrettertem, hohem Kniestock ein jüngerer Stall mit zwei Türen und unregelmäßiger Befensterung.

     

    Empfohlene Zitierweise:

    Bauernhaus, publiziert am 22.05.2025, in: Monumenta – Denkmaldigital, URL: <https://www.monumenta.de/liste/detail/m/baudenkmaeler-47791-d-3-75-205-20> (Datum des Zugriffs)
     

  • Quellen
  • Literatur

    Jubiläumskalender 1200 Jahre Wolkering 2022/23. Historische Ansichten (März)