Marterl

Obersanding

  • Zeittafel

    1869 Errichtung

    Um 2000 Renovierung

  • Beschreibung

    Topografie

    Das Marterl steht an einer Kreuzung der Altwege zwischen Obersanding und Thalmassing und der sogenannten Hohen Straße (heute Luckenpainter Weg), die ihren Namen aufgrund ihrer Lage von 25 bis zu 35 Metern über den Feuchtniederungen der Umgebung wie Lehlbach und Sandmühlbach erhielt und einen hochwassersicheren Weg darstellte.

     

    Geschichte und Beschreibung

    Die siebenzeilige Inschrift erzählt von der Errichtung: „Denkmal / von Jos / Schinhändl / Tavfernwirth / von / Ober Sanding / 1869“. Interessant ist dabei zu erfahren, dass es in Obersanding zu dieser Zeit eine Tafernwirtschaft gab, wie sie auch lange in Wolkering bestand. Das Wegkreuz gehört noch dem Spätklassizismus an und steht auf einer quadratischen Standplatte. Den Fuß bildet eine schräge Basis, der runde Schaft trägt einen Abschluss aus einem Wulstring, Band und Tellerkapitell, darauf eine leicht gekehlte, quadratische Deckplatte, der ein zeitgenössisches Gusseisenkruzifix mit gezackten Dreipassenden und einem Korpus im Viernageltypus aufgesetzt ist. Hier dürfte es sich um ein Grabkreuz handeln, wie die modern beschriftete Namenstafel unter dem Gekreuzigten zeigt. 

     

    Empfohlene Zitierweise:

    Marterl, Nähe Thalmassinger Weg, Thalmassing, publiziert am 08.05.2025, in: Monumenta – Denkmaldigital, URL: <https://www.monumenta.de/liste/detail/m/baudenkmaeler-47782-d-3-75-205-11> (Datum des Zugriffs)
     

  • Quellen
  • Literatur