1898 Aufstellung
Topografie
Die Martersäule steht am westlichen Ortsausgang gegenüber der Einmündung der Stichstraße Bei den Linden in die Brunnenstraße (ST 2111). Die Stichstraße bildete in der Uraufnahme einen Feldweg nach Nordwesten. Unterhalb des Standortes befand sich ein gestreckter Tümpel, heute ein Arm des Stärzenbaches.
Geschichte und Beschreibung
Die 1898 aufgestellte Martersäule steht auf einem Sockel, der zuunterst Natursteingliederungen zeigt, darauf eine quadratische Plinthe und einen toskanischen Rundpfeiler. Auf dem Pfeiler liegen ein praller Wulst und eine niedrig verdachte Deckplatte. Der Kreuzaufsatz stammt aus der Gießerei in Bodenwöhr und lässt sich im dortigen Musterkatalog um diese Zeit nachweisen. Charakterisiert ist das Kreuz durch gestufte Dreipassenden, durchbrochene, diagonale Winkelornamente mit Palmettenaufsätzen und eine durchbrochene Sockelzier mit Dreischneußen und Flügeln. Der Gekreuzigte erscheint im Dreinageltypus. Am Kreuzfuß steht die trauernde Maria. Die Jahreszahl 1898 auf dem Sockel ist weitgehend unleserlich geworden, sodass über den Anlass der Setzung und die Stifterperson derzeit nichts bekannt ist.
Empfohlene Zitierweise:
Marterl, Ötz, Sengkofen, publiziert am 13.01.2026, in: Monumenta – Denkmaldigital, URL: <https://www.monumenta.de/liste/detail/m/baudenkmaeler-47442-d-3-75-170-29> (Datum des Zugriffs)
MORSBACH Peter, 550 Jahre Hüttenwerk Bodenwöhr. Eine wichtige Produktionsstätte der Oberpfälzer Gusseisenkreuze, in: Beiträge zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz 37 (2014), 22, Nr. 145, 146