1880 oder 1884 Stiftung
20. Jh. (?) Versetzung an den jetzigen Standort
Topografie
Das Wegkreuz steht nach seiner Versetzung an der Einmündung der Grafenwöhrer Straße in die Weißdornstraße in Allkofen. In der Karte der Uraufnahme von 1816 liegt der Standort rund 100 Meter westlich des Altortes.
Geschichte und Beschreibung
Das Wegkreuz wurde 1880 oder 1884 gestiftet, jedoch kann eine Stifterinschrift nicht festgestellt werden. Es handelt sich um ein Gusseisenkreuz mit dem Kruzifixus im Viernageltypus vor einem durchbrochenen, reich dekorierten Kreuz, an dessen Fuß die trauernde Maria steht. Solche Kreuze kamen auch als Grabkreuze in den Handel und konnten nach Katalog bestellt werden. Das Allkofener Kreuz stammt aus der Gießerei in Bodenwöhr und ist im dortigen zeitgenössischen „Musterbuch der Cultusgegenstände“ unter der Nr. 120 gelistet. Die toskanische Granitsäule, deren flaches Zeltdächlein das Kreuz trägt, steht ihrerseits auf einem Würfelsockel.
Empfohlene Zitierweise:
Wegkreuz, Weißdornstr., Allkofen, publiziert am 23.12.2025, in: Monumenta – Denkmaldigital, URL: <https://www.monumenta.de/liste/detail/m/baudenkmaeler-47421-d-3-75-170-8> (Datum des Zugriffs)
MORSBACH Peter, 550 Jahre Hüttenwerk Bodenwöhr. Eine wichtige Produktionsstätte der Oberpfälzer Gusseisenkreuze, in: Beiträge zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz 37 (2014), 7-33, hier 19
ZEHENTNER Ludwig, Pestgrab, Waldkapelle und andere Kleindenkmäler in der Gemeinde Mintraching, in: Beiträge zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz 7 (1984), 33-53, hier 50, Nr. 14
ZEHENTNER Ludwig, „Muss das sein?“. Flurdenkmäler in unwürdiger Umgebung, in: Beiträge zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz 10 (1987), 128, 134